Ich, Alina, studiere seit Oktober 2015 Veterinärmedizin in Gießen.
Die Wochenenden nutze ich, um so vielen Menschen wie möglich zu helfen, ihre Pferde besser zu verstehen.
Sanfte, korrekte und gesunde Pferdeausbildung ist dabei mein Ziel.

 

Meine Leidenschaft gehört vor allem der Jungpferdeausbildung. Es ist für mich immer wieder unglaublich zu sehen, wie viel die Pferde bereit sind, uns zu schenken, wie viel Spaß sie selbst an der gemeinsamen Zeit haben können und wie leicht sie lernen. Sanfte und spielerische Bodenarbeit mit jungen Pferden bis zum schonenden Anreiten wünsche ich mir für jedes Pferd. Dies ist für mich eine Sache der Fairness - und der Grundbaustein für eine lange, vertrauensvolle Pferd-Mensch-Beziehung.

Kein Ausbildungsweg ist wie der Andere. Ich mache es immer vom Pferd abhängig, wie schnell und wie genau ich einzelne Ausbildungsschritte angehe, an welcher Stelle das jeweilige Pferd mehr oder weniger Unterstützung braucht als ein anderes und wo seine Stärken und Vorlieben liegen. 

Ein gutes Beispiel dafür sind meine drei Appaloosas Zora, Kaleesi und Chili. Während ich Zora am Knotenhalfter und anfangs hauptsächlich im Gelände ausgebildet habe, um ihre Muskulatur und Balance zu stärken und den Spaß zu erhalten, zeigt Kaleesi besondere Begeisterung für die akademische Bodenarbeit und "tüftelt" gern stundenlang mit mir in der Halle an einer bestimmten Übung. Chili dagegen wünscht sich einfache, aber spannende Übung mit möglichst viel Abwechslung und Spaß. Ein kleines Projekt habe ich mit Kaleesis Ausbildung zum Reitpferd außerdem gestartet: Kaleesi wird vollständig am Halsring, ohne Kopfstück eingeritten. Es ist etwas ganz besonderes, in jedem kleinen Ausbildungsschritt auf diese Verbindung zu warten und sich sicher zu sein: Ja, wir sind beide bereit für den nächsten Schritt. Oder auch einmal zu sagen: wir müssen noch einmal einen Schritt zurück gehen, das ist noch zu schwer.

Die Zügel kommen erst nach und nach als Unterstützung zur Gymnastizierung hinzu - sie sollen uns nur noch in der akademischen Arbeit unterstützen, während die allgemeine Kommunikation über den Halsring allein stattfindet.